{"id":370,"date":"2026-04-03T19:47:11","date_gmt":"2026-04-03T17:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/?p=370"},"modified":"2026-04-03T19:47:13","modified_gmt":"2026-04-03T17:47:13","slug":"widerstand-von-unten-gegen-ihre-kriege-von-oben-heraus-zum-ostermarsch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/?p=370","title":{"rendered":"Widerstand von unten gegen Ihre Kriege von oben \u2013 Heraus zum Ostermarsch"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir teilen hier den Aufruf des bundesweiten Label<a href=\"http:\/\/kriegdemkrieg.com\" data-type=\"link\" data-id=\"kriegdemkrieg.com\"> Krieg dem Krieg <\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland ist offiziell viertgr\u00f6\u00dfter Waffenexporteur weltweit. Rheinmetall weitet das Gesch\u00e4ft weiterhin aus und \u00fcbernimmt zahlreiche Werften. Die Bundeswehr ist in unseren Schulen, Stadien, Messen und sogar auf unserem D\u00f6nerpapier sichtbar. Die Wehrpflicht wird erprobt und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis es nicht bei Freiwilligen bleibt, sondern die Einzugsbescheide ins Haus flattern. W\u00e4hrend die USA ihre Kriegspolitik im Mittleren Osten, Lateinamerika und in Afrika ausweiten, heizen Merz, Pistorius und Konsorten den Ukraine-Krieg weiter an und r\u00fcsten sich f\u00fcr einen gro\u00dfen Krieg gegen Russland.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrenddessen werden Antimilitarist:innen und Internationalist:innen von der Polizei auf deutschen Stra\u00dfen zusammengeschlagen. Unsere Krankenh\u00e4user und Universit\u00e4ten werden auf den Kriegsfall umgestellt, w\u00e4hrend wir mit immer teurer werdenden Lebenshaltungskosten konfrontiert sind. Weitet man den Blick \u00fcber die deutschen Grenzen hinaus nimmt die imperialistische Logik von Krieg und Krise ihren Lauf: Die USA f\u00fchren einen sogenannten Interventionskrieg nach dem anderen, ob im Nahen Osten oder in S\u00fcdamerika, lautet das Motto: Volle Kraft voraus f\u00fcr die Imperialinteressen des westlichen Kapitals und seiner Nutznie\u00dfer. Die Notwendigkeit von antimilitaristischem Widerstand dr\u00e4ngt sich auf. Jeder Krieg, der vom westlichen Imperialismus losgetreten wird, zeigt das deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und eben deshalb rufen wir bundesweit<\/strong> <strong>zu antimilitaristischen Beteiligungen<\/strong> <strong>an den Osterm\u00e4rschen<\/strong> <strong>auf!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aber warum genau zum Ostermarsch auf die Stra\u00dfe gehen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die Osterm\u00e4rsche sind traditionell gepr\u00e4gt von der deutschen Friedensbewegung, welche aktuell in Teilen eine eher pazifistische Haltung zu Krieg, Aufr\u00fcstung und Militarisierung an den Tag legt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das war durchaus nicht immer so. Gerade in den 70er und 80er Jahren spielte die Solidarit\u00e4t mit, auch bewaffneten Befreiungsbewegungen global eine gro\u00dfe Rolle. Auch heute gilt noch: Die Friedensbewegung ist divers und unterschiedlichste Positionen finden sich in ihr wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass sich Menschen auf einer pazifistischen Grundlage konsequent gegen Krieg und Waffen positionieren, ist gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings gibt es in unterschiedlichsten Teilen der Welt Widerstand, auch bewaffneten, gegen Krieg, Ausbeutung und Kolonialismus.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier ein eing\u00e4ngiges Beispiel: Ein wesentlicher Faktor im Kampf f\u00fcr Frieden im Nahen und Mittleren Osten ist die kurdische Befreiungsbewegung, die sich und ihre Errungenschaften nur mithilfe einer politisch-milit\u00e4rischen Strategie, dank professioneller Selbstverteidigungskr\u00e4fte und Volksbewaffnung gegen die Imperialisten und reaktion\u00e4ren M\u00e4chte in der Region behaupten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir denken, dass eben dieser Widerstand ein notwendiges Mittel im Kampf gegen das herrschende System ist. So haben nicht nur unterdr\u00fcckte V\u00f6lker weltweit das Recht auf Widerstand gegen ihre Unterdr\u00fccker, sondern nur dieser Widerstand wird ihnen auch die notwendige Befreiung bringen. So ist es auch mit diesem System zu halten: Wenn die unterdr\u00fcckende, herrschende Klasse uns mit Gewalt ausbeutet, kann nur eine organisierte Gegenwehr sie in die Knie zwingen. Frieden und Befreiung wurden und werden auch weiterhin erk\u00e4mpft werden m\u00fcssen. Kriege wurden und werden auch weiterhin durch Revolutionen beendet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese Perspektive aufzuzeigen, ist es wichtig, sich an den Osterm\u00e4rschen zu beteiligen. Die traditionelle Friedensbewegung ist eben kein einfacher Haufen Pazifist:innen, denen wir nichts abgewinnen k\u00f6nnen. Es ist eine Bewegung voll mit jahrzehntelanger Erfahrung im Kampf gegen Krieg, Aufr\u00fcstung und Militarisierung, die im Widerstand gegen die Einf\u00fchrung der Bundeswehr in den 50er Jahren und im Engagement gegen den Vietnamkrieg auch eine Reihe an Erfolgen erreichen konnte. Wir sollten an diese Erfahrungen und Erfolge ankn\u00fcpfen, von ihnen lernen und sie weiterentwickeln. Wir sehen es auch beim derzeit gr\u00f6\u00dften, str\u00f6mungs\u00fcbergreifenden antimilitaristischen B\u00fcndnis Deutschlands \u201eRheinmetall entwaffnen\u201c: Diverse und vielf\u00e4ltige Ans\u00e4tze schaffen ein breites Spektrum an Handlungsm\u00f6glichkeiten. Den Protest mit einer antimilitaristischen, internationalistischen und revolution\u00e4ren Perspektive zu pr\u00e4gen, ist zwingend notwendig! Die Kriegsgefahr wird weiterhin von Rechten und r\u00fcckst\u00e4ndigen Parteien und Gruppen instrumentalisiert, um sich als \u201efriedensnah\u201c zu vermarkten.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit \u00fcber einem Jahrzehnt gibt es vermeintliche \u201eFriedens\u201cMobilisierungen aus einem diffus-rechten Lager, teilweise im Dunstkreis der traditionellen Friedensbewegung, teilweise als phasenweise dynamischere Alternative. Diese richten sich nicht in erster Linie gegen die herrschende Klasse in Deutschland und sind mit rassistischen und antisemitischen Erkl\u00e4rungsmustern durchsetzt. Daher ist es wichtig, die klassenk\u00e4mpferischen und antifaschistischen Positionen und Kr\u00e4fte in der Friedensbewegung zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Herausforderung dabei: Wenn sich Leute derzeit an der Kriegsfrage politisieren und radikalisieren, kommen sie schnell auch mit rechten und verschw\u00f6rungstheoretischen Positionen in Ber\u00fchrung. Es ist wichtig, Leute mit diesen Tendenzen nicht einfach auszugrenzen, sondern zumindest bis zu einem gewissen Grad zu versuchen, sie f\u00fcr uns zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wird uns nicht mit einer Intervention von au\u00dfen gelingen, sondern nur dann, wenn wir aktiver Teil der Diskussionen sind und eine fassbare Pr\u00e4senz auf den Stra\u00dfen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Absurdit\u00e4t Krieg am Beispiel der Ukraine:<\/p>\n\n\n\n<p>Dass ein Krieg nicht der Verteidigung von Wohlstand und der Sicherheit der Menschen gilt, l\u00e4sst sich an der Ukraine sehr gut darstellen. Der Block der westlichen Imperialist:innen und Russland streiten sich in der Ukraine um Einflusssph\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon einige Monate nach Ausbruch des Krieges gab es erste Friedensverhandlungen, an denen mehrere westliche Staaten beteiligt waren. Erste Waffenstillstandsabkommen, die im Raum standen, wurden von den westlichen Gro\u00dfm\u00e4chten sabotiert. Das macht deutlich, dass hier eine gr\u00f6\u00dfere Blockkonfrontation im Hintergrund steht und westliche Kr\u00e4fte kein Interesse an einem Waffenstillstand hatten und haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Seitdem sind unz\u00e4hlige Soldat:innen und Zivilist:innen ermordet worden und auf beiden Seiten werden Menschen an die Front gezwungen. Das ukrainische Milit\u00e4r ben\u00f6tigt jeden Monat 30 Tausend neue Soldaten. 20 Tausend Soldaten desertieren im selben Zeitraum. Weder russische, noch ukrainische Soldaten haben den Krieg begonnen oder profitieren von ihm. Auf dem R\u00fccken der Arbeiter:innen werden&nbsp;die Konflikte der Gro\u00dfm\u00e4chte ausgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Deutschland inszeniert sich als gutm\u00fctiger Helfer, doch die eigentlichen Interessen sind klar: Es geht um Profit und darum, den osteurop\u00e4ischen Raum wieder politisch und wirtschaftlich zu dominieren. Die boomende R\u00fcstungsindustrie und scheinheilige Wiederaufbauprogramme, die jetzt schon prim\u00e4r dem eigenen Profit und der Ausweitung des Einflusses in der Ukraine dienen, zeigen das deutlich.<\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Beispiel zeigt sich: Kriege werden gef\u00fchrt, um die Interessen verschiedener Staaten durchzusetzen. Krieg ist also Ausdruck der Profitlogik des Kapitals. Um Frieden zu schaffen, m\u00fcssen wir gemeinsam organisiert und k\u00e4mpferisch eine Gegenmacht zu Krieg und Kapital aufbauen. In Deutschland gibt es M\u00f6glichkeiten genug. Deutschland mischt bei Kriegen und Krisen auf der ganzen Welt mit und zieht Profite daraus. Zeit, den deutschen Imperialismus zu besiegen und f\u00fcr eine revolution\u00e4re Perspektive zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Stra\u00dfe zum Ostermarsch!<\/p>\n\n\n\n<p>Samstag, 14:30 Roncalliplatz<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/kriegdemkrieg.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/KDG_Ostermarsch_Insta_8-819x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-283\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir teilen hier den Aufruf des bundesweiten Label Krieg dem Krieg : Deutschland ist offiziell viertgr\u00f6\u00dfter Waffenexporteur weltweit. Rheinmetall weitet das Gesch\u00e4ft weiterhin aus und \u00fcbernimmt zahlreiche Werften. Die Bundeswehr ist in unseren Schulen, Stadien, Messen und sogar auf unserem D\u00f6nerpapier sichtbar. Die Wehrpflicht wird erprobt und es ist wohl nur eine Frage der Zeit, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":19740,"featured_media":371,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[8,41,7],"class_list":["post-370","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aufrufe","tag-antimilitarismus","tag-klassenkampf-2","tag-ostermarsch"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/370","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/19740"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=370"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/370\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":372,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/370\/revisions\/372"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/371"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=370"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=370"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=370"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}