{"id":365,"date":"2026-03-13T18:21:17","date_gmt":"2026-03-13T17:21:17","guid":{"rendered":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/?p=365"},"modified":"2026-03-13T18:21:20","modified_gmt":"2026-03-13T17:21:20","slug":"kein-krieg-fuers-kapital-ein-beitrag-ueber-die-verbindung-verschiedener-kampffelder-im-kampf-gegen-krieg-und-aufruestung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/?p=365","title":{"rendered":"Kein Krieg f\u00fcrs Kapital &#8211; Ein Beitrag \u00fcber die Verbindung verschiedener Kampffelder im Kampf gegen Krieg und Aufr\u00fcstung"},"content":{"rendered":"\n<p>&#8222;Wir k\u00f6nnen uns den Sozialstaat nicht mehr leisten.&#8220;. Ein &#8222;Sozialstaat&#8220;, der Bildung und Soziales in den letzten Jahren eh schon massiv vernachl\u00e4ssigt und ihre Schutzschilde f\u00fcr betroffene Personen abgebaut hat, soll nun weiter reduziert werden, bis irgendwann nichts mehr \u00fcbrig ist.Es gibt kein Geld f\u00fcr uns; stattdessen K\u00fcrzungen im B\u00fcrgergeld, in der Schule, in der Pflege, in der Rente, K\u00fcrzungen der gesetzlichen Krankenkassenleistungen, K\u00fcrzungen von Geldern f\u00fcr Frauenh\u00e4user, in Street Work, in Unterst\u00fctzungsangeboten f\u00fcr Queers, migrantische Personen, obdachlosen Personen, schwangeren Person und noch so viel mehr.Soziale Errungenschaften, die beispielsweise durch Streiks erwirkt wurden, werden zunehmend angegriffen; die 40 Stunden Woche ist zu wenig, Teilzeit und Minijob k\u00f6nnen wir uns nicht mehr leisten und vor allem die j\u00fcngeren Generationen seien laut Friedrich Merz einfach zu faul zum Arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist eine direkte Kampfansage von den Herrschenden an die Arbeiter:innenklasse, an uns, die sich Tag und Nacht abackern um Miete und Lebensmittel zahlen zu k\u00f6nnen.Die Gelder, welche nicht mehr in Bildung und Soziales investiert werden, werden stattdessen in den Ausbau der R\u00fcstungsindustrie oder in den Wohlstand der eigenen Klasse gesteckt. Direkt verantwortlich daf\u00fcr unter anderem unser Finanzminister Lars Klingbeil von der SPD.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Endeffekt bedeutet das f\u00fcr uns eins: Wir Arbeiter:innen zahlen f\u00fcr ihre Kriege, f\u00fcr ihr Milit\u00e4r und f\u00fcr ihren privaten Wohlstand.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen wissen wir alle: Deutschland r\u00fcstet auf und will wieder kriegst\u00fcchtig werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zunehmend und kontinuierlich werden Stellen abgebaut. Als Alternative wird die Bundeswehr als Arbeitgeber mit hohen Lohnversprechen und Zukunftssicherung propagiert. Eine kapitalistische Dynamik, die Teile der lohnabh\u00e4ngigen Klasse bald nicht mehr ausschlagen kann. <strong>Ein Staat, der die Interessen der Arbeiter:innenklasse mit F\u00fc\u00dfen tritt, m\u00f6chte sie nun dazu zwingen, ob direkt \u00fcber die Wehrpflicht oder indirekt \u00fcber Stellenabbau und Lohnk\u00fcrzungen, genau diesen Staat zu vertreten, zu verteidigen, f\u00fcr ihn im Krieg zu t\u00f6ten und zu sterben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Kampf gegen Krieg ist unvermeidbar zusammenzuf\u00fchren mit dem Kampf gegen Patriarchat, Faschismus und Sozialabbau.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Angriff auf unseren &#8222;Sozialstaat&#8220; ist ein direkter Angriff auf marginalisierte Gruppen und ihre Schutzstrukturen. Am schwersten davon betroffen sind Frauen. W\u00e4hrend die Bundeswehr vermitteln will, dass ein Eintritt in diese erm\u00e4chtigend sei, ist es immer noch genau der M\u00e4nner dominierte Ort, der patriarchale Verh\u00e4ltnisse reproduziert und einen Gewaltraum f\u00fcr Frauen und Queers darstellt. Vergewaltigungswitze, sexuelle \u00dcbergriffe, homophobe und sexistische Erniedrigungen;\u00a0 die Bundeswehr wird niemals Frauen befreien k\u00f6nnen.Ob in Kriegsgebieten oder auf der Flucht; Krieg bedeutet f\u00fcr Frauen ein besonderes Ausma\u00df an Gewalt. Zwangsprostitution, Menschenhandel, Vergewaltigung als Kriegswaffe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber Frauen sind nicht passiv: Wir k\u00e4mpfen und wir leben. Frauen waren und werden immer Teil militanter Widerst\u00e4nde sein. <\/strong>Wie die Frauenbewegung in Rojava verstanden hat; k\u00f6nnen wir uns nur selber befreien!\u00a0Auch hier in Deutschland werden wir nicht ruhen, wir werden auf die Stra\u00dfe gehen und mit und f\u00fcr unsere Schwestern, \u00fcberall auf der Welt, k\u00e4mpfen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Kampf gegen Krieg und Militarisierung ist auch ein antifaschistischer Kampf.\u00a0Die herrschenden wollen ein Bild von &#8222;wir gegen die&#8220; erzeugen. <strong>Arbeiter:innen aus Deutschland sollen im Zweifel Arbeiter:innen aus anderen L\u00e4ndern t\u00f6ten, nur um die Interessen Deutschlands zu sichern.\u00a0Kriegsideologien stehen in Wechselwirkung mit faschistischen Ideologien und beg\u00fcnstigen sich gegenseitig.<\/strong>\u00a0Fluchtursachen bek\u00e4mpfen hei\u00dft Kriege stoppen!<\/p>\n\n\n\n<p>Streik ist unsere gr\u00f6\u00dfte Waffe. <strong>Der deutsche Staat braucht Arbeiter:innen, um Kriege zu f\u00fchren, sei es in der Produktion oder als Soldat:innen. Doch wir k\u00f6nnen uns dem widersetzen und die Ausf\u00fchrung unm\u00f6glich machen.<\/strong> Hafenstreiks, Streik in den Fabriken oder die Wehrdienstverweigerung sind nur wenige von vielen M\u00f6glichkeiten, die wir haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schulstreik gegen die Wehrpflicht ist ein deutsches Beispiel f\u00fcr eine widerst\u00e4ndige, antimilitaristische Jugend. Keine Repression, keine Schulverweise oder Einsch\u00fcchterungsversuche werden uns dazu bringen ihre Kriege zu f\u00fchren!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Werdet aktiv, kommt zum Offenen Treffen gegen Krieg und Militarisierung jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr hier im Linken Zentrum K\u00f6ln!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir k\u00f6nnen uns den Sozialstaat nicht mehr leisten.&#8220;. 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