{"id":318,"date":"2025-10-07T17:53:51","date_gmt":"2025-10-07T15:53:51","guid":{"rendered":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/?p=318"},"modified":"2025-10-08T20:59:41","modified_gmt":"2025-10-08T18:59:41","slug":"fragen-und-antworten-zu-unserer-demo-am-7-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antikriegkoeln.noblogs.org\/?p=318","title":{"rendered":"Fragen und Antworten zu unserer Demo am 7.10."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Einordnung&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Zuge unseres Aufrufes zur Demo &#8222;Kriminell ist der Genozid, nicht der Widerstand&#8220; kam es zu Kritik und Unsicherheiten. Das nehmen wir ernst und gehen hier darauf ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum am 7.10. auf die Stra\u00dfe?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Oktober 2023 gab es eine Offensive des pal\u00e4stinensischen Widerstands. Hier kam es zu legitmen Widerstandsaktionen, wie zum Beispiel den Angriff auf Milit\u00e4rposten und <strong>Siedlungen<\/strong>, und dem Durchbruch des Grenzzaunes einerseits.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Andererseits kam es ebenso zu Gr\u00e4ultaten an Zivilist:innen und sexualisierter Gewalt. Das kann niemals ein positiver Bezugspunkt f\u00fcr uns sein. Zus\u00e4tzlich muss auch klar gesagt werden, dass das israelische Milit\u00e4r unter anderem durch Anwendung der sog. &#8222;Hannibal Direktive&#8220; selbst f\u00fcr viele zivile Opfer verantwortlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird deutlich, dass der 7.10. einen doppelten Charakter hat. Er steht einerseits f\u00fcr den Widerstand, der sowohl zu bef\u00fcrwortende, als auch abzulehende Elemente beinhaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 7. Oktober steht andererseits aber auch f\u00fcr den Beginn des Genozids, der nach 2 Jahren \u00fcber 60 Tausend tote, die v\u00f6llige Zerst\u00f6rung der Infrastruktur und das gezielte Aushungern des pal\u00e4stinensischen Volk beinhaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 7. Oktober gehen weltweit Tausende gegen den Genozid und f\u00fcr das Recht auf Widerstand des pal\u00e4stinensischen Volkes auf die Stra\u00dfe. Wir sind Teil dieses Kampfes f\u00fcr eine Ende des Genozid. F\u00fcr uns ist es dabei besonders wichtig, diesen Tag in Kontext der 77 Jahre andauernden Besatzung und Verteibung zu verstehen und nicht &#8211; wie in deutschen Medien oftmals dargestellt als Beginn der Auseinandersetzung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was bedeutet Widerstand f\u00fcr uns?&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir erkennen an, dass aus der Unterdr\u00fcckung, Vertreibung und Besatzung notwendigerweise Widerstand hervorgehen wird. Der Widerstand in Pal\u00e4stina entwickelt sich aus den konkreten Bedingungen, die die Bev\u00f6lkerung vorfindet. Wir k\u00f6nnen nicht bestimmen, wie sich ein Volk seinem Besatzer entgegensetzt und wollen die Formen des Widerstands, die gefunden werden nicht zum Anlass der (Ent-)Solidarisierung nehmen. Uns ist bewusst, dass der pal\u00e4stinensische Widerstand von reaktion\u00e4ren Kr\u00e4ften angef\u00fchrt wird. Diese Tatsache ist aus historischen Bedigungen entstanden. Israel hat beispielsweise ma\u00dfgeblich zum Aufbau der Hamas beigetragen, um fortschrittliche, sozialistische Teile des Widerstands zu schw\u00e4chen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das pal\u00e4stinensische Volk hat ein Recht auf Selbstbestimmung und Frieden, was gegen\u00fcber dem israelischen Besatzerstaat erk\u00e4mpft werden muss. Daraus ergibt sich die Legitimit\u00e4t des Widerstands, unabh\u00e4ngig davon, welche Kraft diesen Widerstand aktuell anf\u00fchrt. Das bedeutet nicht, dass Massaker an Zivilist:innen und sexualisierte Gewalt legitime Widerstandsakte sind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sind unsere Aufgaben als Internationalist:innen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir stehen immer auf der Seite der Unterdr\u00fcckten, niemals auf der Seite der Unterdr\u00fccker.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir sagen, dass es &#8222;nicht unsere Aufgabe sei, den Widerstand in all seinen Facetten zu bewerten&#8220;, dann meint das nicht, keine Urteile dar\u00fcber zu f\u00e4llen, was wir aus revolution\u00e4rer Perspektive f\u00fcr richtig oder falsch halten. Im Gegenteil ist es unsere Aufgabe zu \u00fcberpr\u00fcfen, welche Punkte innerhalb einer Widerstandsbewegung f\u00fcr uns positive Bezugspunkte sein k\u00f6nnen und aus welchen Befreiung resultieren kann. Viel mehr meint das, dass aus der blo\u00dfen Bewertung unsererseits keine Entsolidarisierung mit einem unterdr\u00fcckten Volk und seinem berechtigten Widerstand entstehen sollte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der deutsche Staat beteilgt sich am Genozid durch Waffenlieferungen, \u00f6konomische und diplomatische Unterst\u00fctzung. Er ist es der auch in Deutschland durch massive Sozialk\u00fcrzungen einen beispiellosen Aufr\u00fcstungskurs finanziert und mit einer neuen Wehrpflicht kriegst\u00fcchtig werden will.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist unsere Aufgabe die Rolle des deutschen Staats und der Kapitalist:innenklasse, als Kriegstreiber und -profiteure zu entlarven.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei stehen wir in Solidarit\u00e4t mit den Unterdr\u00fcckten weltweit, die f\u00fcr die Interessen des westlichen Imperialismus sterben, ihre Heimat verlieren oder eingesperrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Von Pal\u00e4stina bis K\u00f6lle im Widerstand!&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einordnung&nbsp; Im Zuge unseres Aufrufes zur Demo &#8222;Kriminell ist der Genozid, nicht der Widerstand&#8220; kam es zu Kritik und Unsicherheiten. Das nehmen wir ernst und gehen hier darauf ein. Warum am 7.10. auf die Stra\u00dfe?&nbsp; Am 7. 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